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Die Rosenkavaliere

23.01.2012 11:24 von Corinna Jung

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Zum Jahresauftakt kommen die Liebhaber klassischer Musik auf ihre Kosten

„Bahn frei“ so heißt es, wenn die Pfeife des Schaffners ertönt. Am Samstag im Kulturschuppen aber war es Susanne Eyhorn von den Rosenkavalieren aus Ottobeuren, die die Bühne frei gab mit dieser gleichnamigen Polka, für einen wunderschönen Abend der klassischen Melodien. Von Rosen war zu hören, von Liebe und von verträumter Walzerseeligkeit.

„Zu Ehren dieser besonderen Spielstätte“, hat das Ensemble dieses Stück mit aufs Programm genommen und den Schuppen am Gleis 1 in ein ganz anderes Bild gerückt, im Smoking und im Abendkleid, mit Violinen, Violoncello, mit Kontrabass, Querflöte, Klarinette und Klavier. Einen glanzvollen Auftakt haben sie den Gästen geliefert, die gerne mitgegangen sind in diese alte Zeit, der großen Komponisten und den „Traum von Rosen, von Liebe und Glück“.

Denn unter diesem Motto stand das Neujahrskonzert, in dem die Rosenkavaliere Johann Strauß genauso die Ehre gaben, wie Eduard und Richard Strauß oder Peter Tschaikovsky. In den „Rosen des Südens“ ließen sie die Geschichten am Hofe Portugals lebendig werden und versprühten äußerst lebhaft ihr Temperament und ihr Können in „Leichtes Blut“, der Schnellpolka, mit der Johann Strauß in den letzten Faschingstagen von 1867 schon das verwöhnte Wiener Publikum begeisterte. Nicht weniger die Gäste in Meckenbeuren, denen auch die „Rose von Stambul“ großen Beifall wert war. Bravourös meisterten die Musiker und Musikerinnen die wechselnden Rhythmen und kamen mal beschwingt und mal ganz schwer daher.

Sie verschmolzen in der Hommage an Johannes Heesters, der „Illusion“ von Franz Grothe zur perfekten Harmonie und kamen im „Für Alle – Potpurri“ zurück zum „erträglichen Dasein“, wie es Florian Seitz so scherzhaft formulierte. Er kündete den reizvollen Wechsel der Rhythmen an in den verschiedenen Tänzen, vom Foxtrott bis zum Tango. Und so mancher im Saal sang bei den altbekannten Melodien „das muss ein Stück vom Himmel sein“ oder der „Liebe der Matrosen“ einfach ganz leise mit. „Musestunden sind wichtig“, mahnte er an und empfahl „nehmen Sie sich das zu Herzen“. Das war einfach am Samstagabend bei diesem herrlichen Konzert und kann noch eine Zeit lang nachwirken.

Einen herrlichen Musikgenuss haben Bürgerservice und Kulturkreis ihren Gästen zum Jahresauftakt geboten und darauf angestoßen mit einem prickelnden Glas Sekt.

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