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19.09.2011 20:38 von Schwäbische Zeitung
Meckenbeuren (wie) „Was und wie hätte Elvis gesungen, wenn er als Schwabe zur Welt gekommen wäre?“ Kohlhepp hat es vorgemacht am Freitagabend am Gleis 1 und alle begeistert. Besonders die erste Reihe, denn die hat aktiv mitgemischt beim Hochlied auf das Schwabenland rund um Bempflingen, ob sie nun wollte oder nicht.
Und genau damit hat er den Nerv seines Publikums getroffen, hat es Tränen lachen lassen und gespannt sein, auf die nächste Sekunde und das was nun wieder kommen mochte. „Wer isch aus Meckenbeire und gibt des au no zue?“ wollte er gleich zu Beginn wissen und hat sich „Schatzi“ rausgepickt. Der saß wo? Natürlich in der ersten Reihe und kam aus Regensburg. Er gehörte trotzdem dazu, zur „Gruppe des 16. September“ im Gleis 1 am Freitagabend und lachte herzhaft mit.
Was aber haben sie nun gemeinsam, der Schwabenkönig aus Bempflingen, mit seiner Nachbarin und ihrem „56er Traubegsälz und der King of Rock’n Roll Elvis Presley“? Sie liegen Beide nicht im Schussental, ist doch klar und singen Beide über die große Liebe. „Love me tender“ hieß es beim großen Star und bei Hämmerle klang das so: „Au mein Kühlschrank verführe mich, die Welt ist dunkel bei Dir brennt Licht“. Und wieder hatte er sie alle auf seiner Seite, die Männer und Frauen, die durch Claudius und Marina, natürlich aus der ersten Reihe, einen „ganz passablen Altersdurchschnitt zustande brachten“.
Er ließ Schatzi Fahrrad fahren ohne Rahmen, weil Werner, fünf Sitze weiter das Vehikel so beschrieb, der mit Renee, die von Hämmerle nicht beim Clogang bevorzugt werden wollte, verheiratet war. Mit ihr, mit Tanja und mit Frau Vorname (alle erste Reihe), ist er angekommen beim weiblichen Geschlecht, das in “zwei Gehirnhälften denke ka“ und trotzdem „Gurrgemilch“ trinkt, die eigentlich zum Einreiben gedacht war. Dazu sang er sein Hochlied auf die Maultasche im Sound von „King Creole“ und ein Requiem auf den Staubsauger.
Er war einfach eine Schau, der selbsternannte König von Bemplingen, der mit schwäbischer Wortgewalt genauso überzeugte, wie mit seiner Singstimme, ohne Schnickschnack drumrum und ohne jeglichen Klimbim. Das haben sie wohl gewusst, die Meckenbeurer und der Regensburger. Die Vorstellung war ausverkauft. Zu Recht! Und so sang die ganze Truppe des „16. September“ Hämmerle zum Abschied der beiden Rock’n Roller herzergreifendes Lied: „Muss i denn, muss i denn, zum Städtele hinaus“. Spaß hat es allen gemacht, nur mit dem Text, da hat‘s gehappert.
Info: Weiter geht es im Kulturschuppen am 30. September um 20 Uhr mit „Puschaps & Com.bo“ und einem musikalischen Cocktail, der unter die Haut geht. Karten gibt es schon im Vorverkauf bei Schreibwaren Gresser.