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Spannend: Wenn der Mörder durch die Küche schleicht

18.04.2011 21:09 von WebAdmin

Kultur am Gleis serviert Schwäbische Hochzeitsuppe zum hinterhältigen Mordfall

Meckenbeuren (wie)  „Es darf gerne etwas mehr sein“, haben sich die Organisatorinnen vom Gleis 1 gedacht und ihren Gästen im längst ausverkauften Haus, zum Schauspiel um Mord und Todschlag ein 4-Gänge-Menü vom Haubenkoch Artur Frick-Renz serviert. Backstage, im Verborgenen hinter der Bühne, kreierte er sein Kunststück, während vorne, auf der vermeintlichen Hochzeitsfeier die Gäste von den Schauspielern  der Gruppe Freistil mit kriminellen Machenschaften unterhalten wurden.  

 

Kein alltägliches Programm also, das die Gäste erst einmal verstummen ließ. Somit war es mucksmäuschenstill als das Klavier verstummte, die Vorhänge an den Türen zugezogen wurden und jeder darauf wartete, was denn nun geschieht. Kein Pistolenknall erklang und auch kein Mordgeschrei. Mit Fanfaren zog das Brautpaar ein, mit Pauken und Trompeten und machte die Gäste ihrer Hochzeitsfeier erst einmal mit einander bekannt. Da wurde der Mann aus der 1. Reihe zu Onkel Roland oder der Tisch in der vierten zu Arbeitskolleginnen der Braut aus dem „Blue Angel“. Damit waren die Brücken gebaut zwischen den Schauspielern und den Gästen und diese machten gerne mit.

 

Noch vor der Suppe aber war’s passiert – ein markerschütternder Schrei – und da war sie, die Leiche, auf die alle schon gewartet hatten. Doch eigentlich hätte der Bräutigam sterben sollen, so war das Gerücht schnell gestreut. Aber nun wurde erst einmal die Vorspeise serviert. Und rege wurde an den Tischen weiter diskutiert: „Wer war der Mörder?“. Die Hochzeitssuppe war mit Eifersüchteleien gespickt, mit dem Zwist zwischen Männlein und Weiblein und manch köstlichem Spaß. So ist es halt,  wenn auf der Speisekarte nicht nur die Putenrolle auf Gemüsereis steht, sondern auch der prickelnde Mordverdacht. Dann sind die Gäste vor keiner Überraschung gefeit.

 

Auch für diesen Abend bot der Kulturschuppen wieder einmal eine herrliche Kulisse. Festlich geschmückte Tische, mit weißen Tischdecken bei Kerzenschein, dazu ein köstliches Menü mit prickelnder Kriminalistik, bestens in Szene gesetzt. Das war eine Mischung die bestens angekommen ist. Was Besonderes halt, das man nicht alle Tage erleben darf. Und übrigens: Der Mörder war der Bräutigam, der die Schuld seinem verhassten Bruder aufbrummen wollte, der früher mit seiner Frau ein Verhältnis hatte und ihm das Leben allzeit schwer machte. Und damit nicht die Braut, die für Viele die erste Verdächtige gewesen war.  

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