Aktuelle Informationen

Bauernfänger packen sich alle am Gleis 1

06.03.2017 13:43

Bei Mir Bistu Shein

Meckenbeuren (wie) „Ein Bauernfänger ist eine Person, die mit Tricks oder dubiosen Machenschaften versuchen Bauern zu fangen“. Solche sind nun auch am Gleis 1 eingefallen, haben zwar keine Bauern, dafür aber all die Gäste eingefangen, mit herrlicher Unterhaltungsmusik, Ohrwürmern und Gassenhauern und so viel Lebendigkeit und Freude am Musizieren, dass sich die Gäste zum Schluss von ihren Plätzen erhoben und sie gar nicht von der Bühne lassen wollten.

 „Übrigens: Wir sind keine Kapelle, wir sind in die Jahre gekommene, spätpubertäre österreichische Musiker auf Baumschulniveau“, stellten diese gleich zu Beginn klar und da wurde schon deutlich, dass hier nichts Alltägliches auf Meckenbeurens Kulturbühne gestrandet war. Gesprochen haben sie von da an nichts mehr. Sich auch nicht vorgestellt. Dafür aber herrliche Unterhaltungsmusik gemacht, die man auch sehen musste. Denn was die Sechs dort auf der Bühne trieben, das war schon sagenhaft und in die Kategorie musikalischer Leistungssport einzureihen.

Sie gaben alles, steppten die Bühne, warfen sich zu Boden, wechselten die Instrumente im Fluge und waren allzeit in Bewegung im Rhythmus ihrer Lieder und der Spaß am Musizieren stand ihnen im Gesicht geschrieben. Nur dann nicht, wenn sie ihre Hüte abnahmen und ehrfürchtig sangen: „Da unten im Tale läuft’s Wasser so trüb“. Sie nahmen sich an der Hand, gaben sich Küsschen und spielten was das Zeug hielt. Den „Mister Sandman“ der Chordettes aus 1958 genauso wie Harry Belafontes „Coconut Woman“ oder Frank Sinatras „Fly me to  the Moon“.

Bei den Paninis steht der ganze Kulturschuppen Kopf

06.03.2017 13:41

Clownerie und ganz viel Spaß locken viele Familien ans Gleis 1

Meckenbeuren (wie) „Ihr Kinder seid die Hauptpersonen heut. Schön, dass ihr da seid. Das ist einfach toll“. Über ein volles Haus hat sich Anja Bühler vom Kulturkreis am Samstagnachmittag gefreut und die Paninis angekündigt. Die drei herrlich lustigen Clowns, die den Kulturschuppen zur turbulent lustigen Backstube machten, sich wahre Verfolgungsjagden boten und leidenschaftlich Teige kneteten, wie es wohl noch niemand gesehen hat. Vor allem nicht die Kinder, die einen Heidenspaß dabei hatten. Aber auch die Schüler der 8a vom Bildungszentrum und der Musikschule Vogel-Mirl haben zur Unterhaltung der kleinen Gäste beigetragen, mit Kinderschminken, selbstgebackenen Kuchen und einer musikalischen Einlage am Akkordeon.

Drei von Sinnen

29.12.2016 20:03

Dokumentarfilm

Der Kulturkreis Meckenbeuren präsentiert für Sie einen ganz besonderen Dokumentarfilm im Kultur am Gleis 1:
Drei junge Männer wollen die französische Atlantikküste erreichen und dabei abwechselnd auf das Sprechen, Hören und auf das Sehen verzichten. Aus kleinen Missverständnissen wird eine handfeste Krise. Niemand kann ohne den anderen, jeder braucht Hilfe und muss zugleich helfen. Wie aneinander gekettet reisen sie vorwärts, begegnen ganz unterschiedliche Menschen und erleben urkomische Situationen. Doch damit aus dem Experiment eine wirkliche Sinneserfahrung werden kann, muss sich etwas ändern.
Im Anschluss an den Film sind die Herren gerne bereit, Fragen und Antworten zum Thema Sinne, Kommunikation, persönliche Erfahrungen auf der Reise und auch Projektentwicklung, Finanzierung und Filmproduktion zu geben.
Achtung!Ab 2. Januar 2017 findet der Vorverkauf im Reisebüro am Bahnhof Meckenbeuren, Telefon 07542/936244, statt.
Vorverkauf ab 15. Dezember 2016 bei Schreibwaren Gresser, Meckenbeuren, Telefon 07542/4711, VVK 13 Euro, AK 15 Euro
Weitere Informationen finden Sie unter: www.dreivonsinnen.de

„Magic acoustic Guitars“ bringen die Luft im Kulturschuppen zum Vibrieren

26.09.2016 09:38

Das hätte Mozart auch gefallen

Meckenbeuren (wie) Wenn der Mann mit den roten Schlangenschuhen, Matthias Waßer die Gitarre mit dem Bogen streicht und Roland Palatzky rhythmisch versiert und kreativ die Gitarre zugleich als Schlagzeug benützt, dann sind brillante Musiker am Werk und es gibt tosenden Applaus. Nur nicht von dem, der nach lautstarken „Wow“ erst einmal vor Ehrfurcht erstarrt.

So war‘s im Kulturschuppen am Freitagabend beim Konzert der brillanten Gitarristen, die sich für diesen Abend den ehemaligen Gibsy Kings-Bassisten Sandro Gulino ins Boot geholt hatten. Durch Mark und Bein der Gäste spielten sie sich, virtuos und voller Leidenschaft und ließen so manchen Klassiker wieder aufleben. Mit den „Sultans of Swing“ der Dire Straits eröffneten sie ihr Konzert, holten „Rodrigo y Gabrielas“ Wiking Man auf die Bühne und begeisterten ihre Gäste gefühlvoll mit dem „Hotel California“ der Eagles oder Waßer’s eigener Ballade.

Beim Flug des „Albatross von Fleetwood Mac“ durch Meckenbeurens Kulturschuppen, lehnten sich die Gäste wohlig zurück. So wie der Herr aus Reihe 2 nach „Mozarts Rondo alla Turca“ in „Magic acoustic Guitars‘-Manier“, der geplättet behauptete: „Das hätte Mozart auch gefallen“. „Mehr kann man aus diesem Instrument gar nicht herausholen“, so wurde es  in der Pause begeistert diskutiert und  unglaublich sei, wie Waßer jeden Zentimeter der Saiten nutze. Gitarrenklang auf höchstem Niveau lieferte das preisgekrönte Duo das bei der Goldenen Künstler-Gala 2014 die Auszeichnung „Künstler des Jahres 2014“ erhielt.

Schonungslos wettert Hans Günter Butzko gegen Gesellschaft, Politik und Religion

26.09.2016 09:36

Herr lass Hirn vom Himmel regnen oder Backsteine – Hauptsache Du triffst

Meckenbeuren (wie) Wenn’s im Kulturschuppen am Gleis1 mucksmäuschenstill wird, dann hat „HG Butzko“ zugeschlagen. Er bringt Kai Diekmann hinter Gitter, schickt Politiker mit Hella von Sinnen auf den Christoper Street Day und behauptet, dass der Unterschied zwischen der christlichen Miliz in Uganda und den Islamisten, die Sendezeit ist, die ihnen die Medien widmen.

Tja, und wenn das Thema nicht so ernst gewesen wäre, dann hätten die Gäste am Gleis 1 noch viel mehr zu lachen gehabt, beim brillanten Redner und dem „freien Radikalen des deutschen Kabarett“, der „auf Schalke aufgewachsen ist“ und erst vor kurzem den Bayrischen Kabarettpreis 2016 überreicht bekam. „Wir wollen keine Zustände wie in Westdeutschland“, warf er den ersten Stein gen Osten und Pegidas Machenschaften und setzte zugleich den Stachel in Deutschlands Bildungspolitik. „Die Islamisierung an deutschen Schulen ist bereits fortgeschritten“, frohlockte er von Meckenbeurens Kulturbühne, „es werden arabische Zahlen gelehrt und die lateinische Schrift“. Wohlverdient habe die Politik solche „Blödbirnen“, wenn sie so wenig in die Bildung investiere.

Er integrierte Ostfriesen  so schwer in Oberbayern, wie die Flüchtlinge im ganzen Land und stellte die große Frage nach dem sichersten Ort im Dunkeln? „Der Wald natürlich, aber nur ohne die Familie…!“. Er packte alle bei der Nase: Die Medien und ihre Berichterstattung, die sich zum „Unterstützer machen für die Terroristen“ und dazu „40000 Tote durch Krankenhauskeime“ in den Hintergrund verdrängen. Die Bibel und den Koran, aus denen er las und keine Unterschiede finden konnte. Den muslimischen Vater der in der Schule die weibliche Lehrkraft missachte und im gleichen Zuge die deutschen Männer beim Rosenmontagszug“. Und schon wieder verstummte das Lachen im Kulturschuppen am Gleis 1 und der Applaus war umso größer.

„Ein Ruck geht durchs Land “ zitierte er die Lokale Agenda 2010, „ein Rechtsruck“, der damit immer weiter vorangetrieben werde mit bestem Erfolg: „Die Reichen wurden reicher, die Armen auch: Zahlreicher. Und die Mittelschicht zum nützlichen Esel, mit der Karotte des Kapitalismus vor der Nase“. Er forderte den Rentenanspruch fürs Grundgesetz im 67. Lebensjahr und keinen Machtanspruch für Religionen. Die AfD machte er zum Fieberthermometer der Gesellschaft und als „gläubiger Atheist, will er einfach nur seine Ruhe haben, vor Kirchenglocken und dem Ruf des Muezzin und einfach nur durchschlafen“.

Kulturplan

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm finden sie auf den Seiten von Kultur am Gleis 1